Lünschen Mess 2025 – ein ereignisreiches Partnerstädte-Wochenende und ein besonderer Abschied

Am Donnerstag eröffnete die Lünschen Mess feierlich mit dem Fassanstich durch unseren Bürgermeister. Besonders gefreut haben wir uns, dass unsere Partnerstädte Demmin (Mecklenburg‐Vorpommern), Panevéžys (Litauen) und Salford (Großbritannien) vertreten waren. 

Rundgang trotz Regen und guter Stimmung

Obwohl das Wetter nicht perfekt war, nahmen wir an einem Rundgang über das Messegelände teil – und es war schön zu sehen, wie gut die Stimmung war. Viele Besucher waren da, haben mitgemacht und sich interessiert gezeigt. Der Austausch war intensiv und herzlich.

Politische Beteiligung – Anlass zur Kritik

Ein wenig traurig stimmt, dass viele derjenigen, die in der Politik immer wieder fordern, das Partnerschaftsgeschehen dürfe nicht nur von der Verwaltung bestimmt sein und alle Mandatsträger persönlich eingeladen werden sollten, am Donnerstag kaum vor Ort waren. Von über 50 Mandatsträgern erschienen vielleicht zehn.

Am Samstag folgte dann auch das Café Seepark: Dort gab es eine abschließende Runde mit Dankesworten an die Partnerstädte durch unseren Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. Dabei waren außer uns und dem Bürgermeister nur noch eine Kollegin aus der SPD und ein stellvertretender Bürgermeister von den Grünen – weniger, als man erwarten würde angesichts der öffentlichen Forderungen.

Diese Diskrepanz zwischen Rhetorik und tatsächlicher Präsenz macht deutlich: Wenn man aktiv mitgestalten und Teil des Partnerstadt-Netzwerkes sein will, dann geht das nicht nur über Worte – es braucht auch Engagement und Teilnahme.

Ein besonderer Abschied

Da unsere Amtszeit sowie die Amtszeit von Bürgermeister Jürge Kleine-Frauns enden, war dieses Wochenende ein besonders runder Abschied im Rahmen der Städtepartnerschaften. Es war schön, noch einmal so viele Gäste zu begrüßen und gute Gespräche führen zu können. Aus Salford kam sogar eine Einladung zum Festival „We Invented the Weekend“ im Jahr 2026. Ein tolles Zeichen, dass die Beziehungen lebendig sind.

Wir sind sehr dankbar, dass wir in dieser Wahlperiode zahlreiche Menschen aus unseren Partnerstädten kennenlernen durften. Der Austausch bleibt damit nicht abstrakt, sondern persönlich – das ist entscheidend, damit Partnerschaften funktionieren und etwas bewirken können.

Ausblick und Appell

Wir hoffen, dass der neue Rat sich stärker einbringt und aktiv auf unsere Partnerstädte zugeht – mehr persönliche Einladungen, mehr sichtbare Beteiligung, ehrliches Interesse.

Und: Bitte geht heute alle wählen. Denn nur wenn gute Menschen mit Engagement gewählt werden, kann gewährleistet werden, dass solche Partnerschaften lebendig bleiben und nicht nur politische Schlagworte sind.