Von der Smart City zur Kreislaufwirtschaft: Cradle to Cradle als Schlüssel zur nachhaltigen Stadtentwicklung 


Wir befinden uns in einem stetigen Wandel. Allein unsere Städte verändern sich im Laufe der Zeit. Alles wird moderner, smarter, innovativer. Hier in Lünen ist beispielsweise Herr Gregor Spanke seit März 2022 Smart City Koordinator. 

Wie können wir jedoch diesen Wandel so nachhaltig wie nur möglich gestalten? 

Hierfür haben wir uns auf den Weg in die Niederlande gemacht, um uns direkt vor Ort ein Bild zu machen – und die Reise nach Amsterdam und Venlo hat uns beeindruckt. Dort wird deutlich, wie nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung in der Praxis aussehen kann. Diese Erfahrungen haben uns inspiriert, und genau diesen Weg wollen wir auch für Lünen einschlagen. Mit Ansätzen wie dem Cradle to Cradle-Prinzip und dem Donut-Modell können wir unsere Städte nicht nur nachhaltiger, sondern auch lebenswerter gestalten. 

In Amsterdam konnten wir erleben, wie das Donut-Modell als Leitfaden für die Stadtentwicklung dient. Es hilft dabei, wirtschaftliche Aktivitäten so zu gestalten, dass sie die Umwelt schonen und gleichzeitig das Wohl der Menschen verbessern. Diese Balance zwischen ökologischem Handeln und sozialem Wohlstand hat uns überzeugt. Wir möchten, dass auch unsere Stadt von dieser Philosophie profitiert und jede Entscheidung im Einklang mit der Natur und den Bedürfnissen der Menschen steht. 

Wie aber will man in solchen Städten Unternehmen ansiedeln? Ist so etwas überhaupt beliebt bei ihnen? Die knappe Antwort lautet: Ja. 

Allein in Amsterdam ist der erste Cradle-to-Cradle-Businesspark „Park 20|20 der Niederlande entstanden. Die Idee dahinter war, dass die Leute dort nicht nur arbeiten, sondern sich auch mit anderen treffen, entspannen und Sport treiben können. Geparkt wird unterirdisch, damit an der Oberfläche nicht nur Bürogebäude der Unternehmen Platz finden, sondern u.a. auch eine Kindertagesstätte, ein Hotel sowie ein Restaurant mit eigenem Gewächshaus. Das Ganze wird mit natürlicher Vegetation – am Teich sowie auch integriert in den Gebäuden – umrahmt. Auch die Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr ist gegeben. Es gibt sogar eine eigene Straße für den Buslinienverkehr, natürlich mit Eco-Strom. 

In Venlo haben wir gesehen, wie nach dem Cradle to Cradle-Prinzip gelebt wird. Dort werden Gebäude und Produkte so entworfen, dass sie nach ihrer Nutzung vollständig in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Das Ergebnis sind nicht nur weniger Abfall, sondern auch gesündere Lebensräume für die Menschen. 

Die Stadt Venlo hat daher eine 11-stöckige Stadtverwaltung errichten lassen, welche einen vertikalen Garten besitzt und im Inneren aus Massivholzwänden der Firma Thoma Holz GmbH besteht. 

Diese Herangehensweise wollen wir ebenfalls in unserer Stadt umsetzen – Gebäude, die effizient sind und gleichzeitig das Wohlbefinden fördern und die Umwelt schützen. 

Unsere Reise in die Niederlande hat uns gezeigt, wie Smart Cities und nachhaltige Konzepte Hand in Hand gehen können. Es geht nicht nur darum, Technologien zu nutzen, sondern auch darum, sicherzustellen, dass diese Technologien unsere Stadt lebenswerter und zukunftsfähiger machen. Amsterdam und Venlo haben uns den Weg gezeigt, und wir sind überzeugt, dass wir diesen Weg auch in unserer Stadt erfolgreich gehen können. 

Wir möchten euch in den kommenden Bildern zeigen, was uns auf unserer Reise besonders beeindruckt hat und wie wir diese Ideen nun auch bei uns umsetzen möchten. Lasst uns gemeinsam den Wandel hin zu einer nachhaltigen und lebenswerten Stadt gestalten!